Opfervertretung / Zeugenbeistand

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  • Nebenklage

Zu meinen weiteren Dienstleistungen als Rechtsanwalt gehört auch, für Opfer einer Straftat als Nebenklagevertreter in Hauptverfahren vor den Strafgerichten aufzutreten. Mit der sog. Nebenklage besteht die Möglichkeit, sich als Opfer bestimmter Straftaten, die in der StPO aufgeführt sind, dem Strafverfahren neben der Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten anzuschließen. Auch Angehörige von Getöteten können als Nebenkläger auftreten. Die Nebenklage gewährleistet zudem umfangreichen Opferschutz, der formell in der StPO geregelt ist.

Auch können im Nebenklageverfahren zivilrechtliche Forderungen wie Schmerzensgeld und Schadensersatz gegenüber den Täter durchgesetzt werden, ohne einen weiteren gesonderten Prozess vor einem Zivilgericht - wie sonst üblich- führen zu müssen (Adhäsionsverfahren).

Der Gesetzgeber hat Ihnen als Opfer einer Straftat diverse sinnvolle Möglichkeiten zur Durchsetzung Ihrer Opferrechte an die Hand gegeben. Erst durch anwaltliche Unterstützung werden Sie in der Lage sein, diese Möglichkeiten gänzlich ausschöpfen zu können. Nutzen Sie diese Möglichkeiten!

 


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  • Zeugenbeistand

Mit dem Inkrafttreten des 2. Opferrechtsreformgesetzes im Jahre 2009 wurden die die Rechte und der Schutz von Opfern und Zeugen in Strafverfahren umfassend erweitert.

Jeder Zeuge kann somit grundsätzlich im Rahmen eines Strafverfahrens einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand beauftragen.

Dieses ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der vom Gericht geladene Zeuge anderenfalls Gefahr liefe, sich durch seine spontane Aussage unter Umständen selbst zu belasten. Aber auch dann, wenn ein Zeugnisverweigerungsrecht besteht, ist es sinnvoll, sich von einem Rechtsanwalt als Zeugenbeistand beraten und vertreten zu lassen.

Als Zeuge haben Sie nicht die Verpflichtung, vor der Polizei zur Sache auszusagen. Lediglich einer Ladung durch die Staatsanwaltschaft oder dem Gericht muss ein Zeuge Folge leisten. Grundsätzlich besteht vor Gericht und der Staatsanwaltschaft eine umfassende Pflicht zur Aussage, es sei denn, es besteht ein Zeugnisverweigerungsrecht oder ein Auskunftsverweigerungsrecht.

Ein Zeugnisverweigerungsrecht ist umfassend und führt dazu, dass der Zeuge überhaupt keine Aussage tätigen muss, wenn er sich auf dieses Recht beruft. Das Zeugnisverweigerungsrecht besteht insbesondere bei bestimmten Verwandtschaftsverhältnissen zwischen dem Zeugen und dem Beschuldigten/Angeklagten ergeben.

Das Auskunftsverweigerungsrecht besteht demgegenüber nur hinsichtlich solcher Fragen, mit deren Beantwortung sich der Zeuge einer Straftat hinreichend verdächtig machen würde. Somit würde er sich mit der Aussage selbst belasten. Wann dieses konkret der Fall ist, ist oftmals schwer abzugrenzen und zu beantworten. Deshalb erscheint gerade in diesen Fällen die Hinzuziehung eines Zeugenbeistands sinnvoll, um sich nicht – unbewusst – selbst zu belasten.

Nutzen Sie diese Möglichkeit aus!